Word lernen

Lektion 7 - Speichern / Drucken

Seite einrichten

In diesem Abschnitt lernen Sie den Bundsteg, Gegenüberliegende Seiten oder den Duplexdruck unter Word 2002/XP zu nutzen. Sie lernen Seitenformate und Seitenlayout einzustellen.

Manche Entwickler haben es sich so vorgestellt, dass der Word-Anwender seine Seite einrichtet, bevor er mit der Arbeit beginnt. Dieses ist aber in der Praxis nicht immer zu verwirklichen. Sie können Ihre Seiten daher auch noch nachträglich einrichten, wenn sie schon beschrieben sind. Öffnen Sie dazu im Menü „Datei“ das Fenster „Seite einrichten“ und legen dort Grundsätzliches zu Ihrem Blatt Papier fest. Auf der Karteikarte Seitenränder können Sie diese auf 0,1mm genau bestimmen.
Benötigen Sie einen Bundsteg, so wird seine Position und seine Breite ebenfalls dort angegeben. Ein Bundsteg ist ein Freiraum für das Abheften oder Zusammenkleben der Seiten. Er wird im Programm einfach zum Seitenrand hinzugerechnet. Wenn Sie Ihre Seiten beispielsweise in einem Hefter abheften möchten, so sollte der Freiraum für die Lochung mittels Bundsteg festgelegt werden. Einfach den Rand zu vergrößern währe falsch. Der immense Unterschied tritt zutage, wenn man die Blätter beidseitig bedrucken möchte. Ein erweiterter linker Rand ist dann auch auf der Rückseite noch ein erweiterter linker Rand. Der Bundsteg aber wandert auf die rechte Seite, sofern Sie natürlich in der Rubrik „Seiten“ die Einstellung: „Gegenüberliegende Seiten“ gewählt haben. Mit Gegenüberliegenden Seiten sind immer die Vorder- und die Rückseite eines Blattes gemeint. Sollte also jemand auf die Idee kommen Papier sparen zu wollen und beidseitig zu drucken, wird Ihre Arbeit dadurch einen besseren Eindruck machen. Ein jeder wird erkennen, es war ein Fachmann am Werk.
Wenn Ihr Dokument mehrere Seiten lang ist, kommen noch andere Möglichkeiten zur Einrichtung in Betracht. Standardmäßig werden die Seiten nur auf der Vorderseite beschrieben und die eine ist genau so aufgeteilt wie die andere. Natürlich ist das der häufigste Fall. In der Variante „2 Seiten pro Blatt“ werden auf jedes Blatt (im Normalfall A4) 2 Seiten gedruckt. Diese müssen Sie dann allerdings noch auseinander schneiden. Sie haben weiterhin noch die Möglichkeit „Buch“. Sie ist zusammen mit der Möglichkeit „Gegenüberliegende Seiten“ ausschließlich für den beidseitigen Druck (Duplex) gedacht. Die Variante Buch ergibt ein Buch (oder eine Broschüre) der Größe A5, gedruckt auf einem A4-Blatt. Dieses wird aber in der Praxis eher wenig zu gebrauchen sein. Die Papierstärke kann nicht mit eingerechnet werden und eine gerade Buchkante ist somit nicht möglich. Für ein einfaches Faltblatt oder für private Anwendungen kann diese aber durchaus eine Option sein. Beidseitiger Druck macht nebenbei gesagt nur mit einem Duplexdrucker so richtigen Spaß. Sollten Sie nicht über einen solchen verfügen, so müssen Sie im Fenster Drucken ein Häkchen bei „Manuell Duplex“ setzen und die Seiten vor dem erneuten Einlegen neu sortieren (im Fall „Buch“ werden Sie aber nicht gedreht). Auf der Karteikarte Format wird die Größe des Blattes festgelegt. Ihnen stehen dazu verschiedene voreingestellte Standard-Formate wie A4, A5 oder auch Letter (US-Standardbrief ähnlich unserem A4) zur Verfügung. Trift keines auf Ihre Bedürfnisse zu, so können Sie das Papierformat auch individuell festlegen. Die maximale Größe ist dabei 55,87 x 55,87cm (22 Zoll). Von A4 abweichende Größen werden neben Briefumschlägen hauptsächlich für elektronisch gespeicherte Dokumente Verwendung finden. Das Format des Blattes ist neben der Schriftart eines der wesentlichsten Elemente zur Gestaltung von Schriftstücken. Zu den Möglichkeiten eines Ausdruckes auf andersartige Formate können Sie sich auch an den nächstgelegenen Copyshop wenden.
Auf der Karteikarte Layout (zu deutsch: Gestaltungskonzeption) werden unter anderem die Positionen der Kopf- und Fußzeilen festgelegt. Sie haben verschiedene Möglichkeiten für die automatische Zeilennummerierung und Sie können Grundlegendes zum Beginn eines neuen Abschnittes festlegen. Allerdings sind die Voreinstellungen eine wirklich brauchbare Sache, sodass in diesem Bereich nur in den seltensten Fällen etwas geändert werden muss.
Zu Erwähnen ist an dieser Stelle noch den Button „Standard…“. Mit ihm übernehmen Sie Ihre Einstellungen in die Datei „Normal.dot“, das heißt, sie übernehmen diese Einstellungen als Standard für jedes neue Dokument. Das kann von Vorteil sein, muss es aber nicht.



weiter zu: Speichern

Themen der Lektion:

© Copyright by H. Müller