Einzüge sind Zeilen- oder Textbegrenzungen. Mit dem Tabulator legen Sie individuell die Abstände fest, zu denen mit der Tabulatortaste gesprungen wird. Dies alles geht wie
gewohnt in umfangreicher Art und Weise. Das wichtigste Arbeitsmittel in dieser Beziehung ist das Lineal oberhalb der Seite. Zuerst schauen Sie sich dieses Lineal einmal
richtig an. Die Einteilung ist cm und bezieht sich immer auf das fertige Blatt. Es hat einen grauen und einen weißen Bereich. Der graue kennzeichnet den Randbereich. Unterhalb des weißen
Bereiches sehen Sie kleine graue Striche. Diese kennzeichnen die Standardpositionen, zu denen man mit der Tabulatortaste springen kann. Auf dem Lineal befinden sich kleine
Dreiecke. Das sind die Einzüge. Schließlich sehen Sie links vom Lineal noch eine kleine Schaltfläche. Mit ihr wird später die Art des Tabulators festgelegt.
Die Einzüge sind wie gesagt Textbegrenzungen. Man kann sie auch über den Rand hinaus verschieben. Es ist jedoch niemals möglich außerhalb dieser Begrenzungen zu schreiben.
Allerdings können die Einzüge für jeden Absatz neu festgelegt werden. Das obere linke Dreieck stellt den Erstzeileneinzug dar. Wenn Sie einen neuen Absatz beginnen, so kann die erste Zeile
zur besseren Übersichtlichkeit eingerückt werden. Verschieben Sie dazu das Dreieck mit gedrückter linker Maustaste in die gewünschte Richtung. Das untere Dreieck ist für alle anderen Zeilen
zuständig. Mit dem Viereck verschieben Sie beide Einzüge gleichzeitig. Dadurch halten Sie den Abstand. Der rechte Einzug kann natürlich ebenfalls beliebig, entsprechend der Bedürfnisse
verschoben werden. Diese Art der Positionierung, gewissermaßen von Hand, kann wegen der Rasterung zuweilen sehr unbefriedigend sein. Es ist aber auch möglich die Einzüge auf 0,1mm genau
festzulegen. Gehen Sie dazu in das Menü „Format“ und dann auf „Absatz…“. In der Rubrik Einzug legen Sie die entsprechenden Abstände vom Rand fest. Sie können dazu die Werte mit den
Pfeiltasten verändern oder Sie markieren den vorhandenen Wert und schreiben einfach Ihren eigenen hinein. Wenn Sie dann mit „OK“ bestätigen wird Word den Betrag auf 0,1mm genau runden und
den Einzug festlegen. Diese Art der Positionierung ist bei der Verwendung bis Word 2003 wirklich empfehlenswert. Die Rasterung von ⅛ Zoll für das Verschieben per Maus ist in unserem Land
vom Maß her einfach nicht üblich.
An einem Tabulator wird der Text ebenfalls ausgerichtet. Dazu springt man mit Hilfe der Tabulatortaste an den entsprechenden Ort. Es gibt verschiedene Tabulatorarten.
Diese beziehen sich auf die Textausrichtung an seiner Position. Wird also ein Tabulator gesetzt, so legt man zuerst seine Art fest. Klicken Sie dazu auf das besagte Feld links vom Lineal,
sooft bis der gewünschte Tabulator angezeigt wird. Jetzt klicken Sie lediglich noch auf die Position im Lineal und der Tabulator steht fest. Er kann anschließend mit gedrückter Maustaste
noch verschoben werden. Zum Löschen zieht man ihn dann ganz einfach nach unten weg. Sicherlich probieren Sie das jetzt gerade aus. Einige werden dabei mit Verwunderung feststellen: mal
geht’s und mal geht’s nicht. Warum das? Ganz einfach, Sie müssen in die untere Hälfte des Lineals besser aber auf den Zwischenraum mit den kleinen grauen Strichen klicken. Anders klappt es
nicht. Klein, und noch kleiner ist die neuartige Programmierung bei Microsoft. Ich kann dem Leser an dieser Stelle versichern, dass es wirklich nicht besser wird. In Word 2007 sind einige
wichtige Schaltflächen tatsächlich noch kleiner.
Zu den Tabulatorarten:
Dies ist der am häufigsten eingesetzte Tabulator.
Der Text wird mit seiner linken Seite, also linksbündig an diesem Tabulator ausgerichtet, so wie auch an den Standardtabstopps.
An diesem Tabulator wird der Text mittig (zentriert) ausgerichtet.
An diesem Tabulator wird der Text rechtsbündig ausgerichtet.
Dieses ist der Dezimaltabulator. Er ist für Zahlen (beispielsweise
Geldbeträge) angedacht. An seiner Position wird das Komma im Betrag ausgerichtet, also alle Kommas stehen dann genau untereinander. Er ist daher sehr gut geeignet, für schnell mal eine
kleine Rechnung mit MwSt.
Dieses nennt sich Leiste-Tabstopp. An dieser Leiste wird kein Text
ausgerichtet. Es wird lediglich mit jeder neuen Zeile eine senkrechte Linie an der festgelegten Position gezeichnet. So kann das Ganze den Charakter einer Tabelle tragen.

Mit diesen Symbolen kann man nochmals die Texteinzüge festlegen.
Diese Art der Positionierung ist sehr einfach, aber wegen der bereits erwähnten
Rasterung in Zollmaßen nicht immer zu gebrauchen. Es gibt daher noch die Möglichkeit seine Position direkt in ein Fenster einzugeben. In dieses gelangt man über das Menü „Format“ mit
einem Klick auf „Tabstopp…“ In dem so geöffneten Fenster schreiben Sie zuerst das Maß für die Tabstoppposition ein und markieren dann seine gewünschte Ausrichtung. Sollen Füllzeichen
Verwendung finden, beispielsweise für ein Inhaltsverzeichnis, so wird einen Punkt in das entsprechende Auswahlfeld gesetzt. An Stelle der Füllzeichen sollten keineswegs einfach ein paar
Satzpunkte im Zwischenraum Verwendung finden. Wenn die verfasste Datei später mit einem anderen Programmen weiterverarbeitet wird, kann der Text dabei richtig verunstaltet werden. Es ist der
Sinn einer professionellen Textgestaltung, diese Standardkonform anzulegen, so dass auch ein (dummer) Computer noch etwas damit anfangen kann.
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